Bo-Staff AG Eberbach


Seit dem Schuljahr 2009/10 biete ich an der Realschule Eberbach im Rahmen des Nachmittagunterrichtes die Bo-Staff AG für Schüler der Klassen 5, 6 und 7 an. Die Idee für die AG resultierte aus meinem eigenen Interesse am Stabkampf und Erfahrungen im Rahmen meines Sportstudiums an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Motiviert durch youtube-Videos verschiedener Martial Arts Künstler wie Chris Mark, reizte mich der Versuch, gemeinsam mit Schülern eine eigene Sportart daraus zu entwickeln. Die Resonanz war enorm und so biete ich die AG mittlerweile das 3. Halbjahr an. Da ich die AG parallel zu meinem Studium organisiere findet sie im Rahmen des Nachmittagsunterrichtes mit 2 Stunden pro Woche statt.

Ab Februar 2011 beginnt mein Referendariat an der Realschule Buchen. Gerne hätte ich die AG in Eberbach weitergeführt, was leider trotz der Bemühungen der Schulleitung nicht möglich war. Ich werde aber versuchen einen Nachfolger zu finden und eventuell die AG in Zukunft wieder anzubieten.

Wir haben am Ende jeden Halbjahres einen eigenen Video-Clip erstellt (siehe Videos) und diesen dann an der Schule mit Flyern und Plakaten kräftig beworben. Dies war meiner Ansicht nach ein wesentlicher Aspekt des Erfolges der Ag. Kinder in der Pubertät versuchen sich selbst zu definieren und finden u.a. über neue Sportarten einen Weg sich in ihrer Individualität von Gleichaltrigen abzugrenzen. Auch das sich gegenseitig messen und das Miteinander sind gerade in diesem Alter ein wichtiges Thema. Durch die Exklusivität von Bo-Staff und der Möglichkeit in Form der Videos ihr Können zu zeigen, können genau diese Bedürfnisse befriedigt werden.
Sehr bemerkenswert war die Tatsache, dass gerade Schüler, die im sonstigen Unterricht oft auf Konflikte
stoßen, sich in der AG in besonderem Maße engagiert haben. Auch die Verantwortung, die die Schüler
gegenüber ihren Mitschülern, aber auch im Umgang mit dem Stab in Situationen auf dem Schulhof, tragen
dürfen, entgegneten sie äußerst pflichtbewusst und vorbildlich.

War die Intention für die Ag zunächst nur eine Chance für mich, mich auf das Referendariat und meinen späteren Beruf als Lehrer vorbereiten, wurde sie zu einer wertvollen Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte.

Ich kann jedem Lehrer nur ans Herz legen, auch einmal das Wagnis einzugehen, sich auf zunächst unbekanntes Terrain zu begeben, denn die Chancen überwiegen dem Risiko in hohem Maße. Die Schüler werden schnell ihr eigenes Können in den Unterricht mit einbringen und diesen selbst mitgestalten und der Lehrer wird zunehmend zum Mentor und Organisator, der den Rahmen für die AG bietet.